Porzellan Allach

Die Geschichte des Allach Porzellan

Im Jahr 1925 begannen Franz Nagy als Produzent und Karl Diebitsch als Porzellanmaler mit dem Produzieren und verzieren von Porzellanfiguren. Ihr Sitz war in München genauer gesagt Allach. Ihre Fabrik betrug 2000 m². Zu diesem Zeitpunkt hatte die Fabrik noch keine Verbindung zum Nationalsozialismus und speziell zur SS. Das sollte sich allerdings einige Jahre später ändern. 

Diebitsch knüpfte Beziehungen zu dieser und so zählten sie 1939 durch Enteignung offiziell zum Bestand des SS. Ihre Leitung übernahm das Hauptamt für Verwaltung und Wirtschaft. Allerdings waren sie nun weniger auf Profit oder wirtschaftliche Aspekte aus. Vielmehr sollten sie mit ihren Produkten die „Erziehung zum nationalsozialistischen Menschen unterstützen“. Nun gab es für die ehemaligen privat Unternehmer kein Zurück mehr. 1940 wurde die Fabrik durch Expansion immer größer und erweitert. Sie produzierte größtenteils in Dachau in der Nähe des dortigen Konzentrationslager – KZ. Dort war fast alles bis auf die keramische Abteilung vertreten. Zu ihren Mitarbeitern gehörten 25 bis 30 Zivilpersonen und mindestens 50 Häftlinge des anliegenden KZ.

Verkauft wurden Zierporzellan, Gebrauchsgegenstände, wie zum Beispiel Salbengefäße oder Kantinen Geschirr. Aber auch die zum Julfest verschenkten Julleuchter gehörten zu ihrem Sortiment. Besonders bekannt ist der Kinderfries – Kerzenhalter, welcher zur Geburt des vierten Kindes an Familie vergeben wurde. Als „Verzeihrung“ trug es ein Fries mit der Aufschrift „In der Sippe ewiger Kette bin ich nur ein Glied“. Sie war auch unter dem Namen Lebensleuchter bekannt. Er war an den sogenannten Geburtsleuchter angelehnt und unterschied sich in der Prägung. Auf dem Geburtsleuchter, welcher zu Ehren der Soldaten vergeben wurde stand, „Alle guten Wünsche für unser Volk, für Deine Sippe, für Deine Eltern, für dich! Heinrich Himmler“. Ihre Stücke sind zu erkennen, wenn man die Stücke umdreht. Auf dem Boden des Porzellans sind die SS Runen, Meißen mit blauen Schwertern zu erkennen. Eine wichtige Aufgabe war es ebenfalls, Stadt und Staats Präsente herzustellen. Damals wie heute gehört es zu den guten Manieren, sollten politische Gäste Deutschland diesem Kunstporzellan zu schenken. Außerdem schenkte Himmler seinen Kameraden oftmals solche Nazi Stücke. 

 ⅔ der Produktion kamen dem NS, Polizei und Wehrmacht zugute. Auch Rabatte wurden dem SS genehmigt. Der Verkauf wurde nicht im großen Stil betrieben. Sie waren meist in kleine Ausstellungen in Berlin, Posen, Warschau und Lemburg zu kaufen. Amerika nahm die Manufaktur ein. 1978 wurde diese allerdings abgerissen, da sie mit der Zeit verfiel.

Auch heute wird viel mit Stücken dieser Art gehandelt. Man darf allerdings nicht die Geschichte hinter diesem Porzellan vergessen.

 

Preis Wert und Ankauf von Allach Porzellan

 

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